Das erste eigene Konto
Das Girokonto ist das grundlegendste Konto und immer mehr Jugendliche werden damit bereits in jungen Jahren ausgestattet. Eltern willigen dieser Bitte meist recht schnell ein. Immer mehr junge Leute wollen endlich auch, ein Konto haben wie die Erwachsenen, mit allem was dazugehört. Reizvoll ist natürlich am meisten die Karte, mit der man an den Geldautomaten bequem Geld ziehen kann, im Geschäft einfach bezahlt und auch Kontoauszüge drucken lassen kann am Automaten. ![]()
Außerdem haben die meisten Karten auch eine Geldkarte integriert, mit der ebenfalls Bargeldlos an vielen Automaten zum Beispiel bezahlt werden kann. Generell gibt es keine gesetzliche Altersbeschränkung für ein eigenes Girokonto. Ab sieben Jahren ist ein Mensch beschränkt geschäftsfähig in Deutschland. Das Alter, ab dem man ein Girokonto bekommt, dass legen die Banken fest. In ihren allgemeinen Geschäftbedingungen sind entsprechende Regeln verankert. In der Regel liegt das Alter bei 12, 10 oder vereinzelt auch schon 8 Jahren. Empfehlenswert ist ein eigenes Konto ab 12 - 14, nicht früher. Eigene Konten lernen den Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Geld, vermitteln Selbstständigkeit und Verantwortung. Deshalb ist auch ein pädagogischer Effekt verankert, der nicht unterschätzt werden sollte. Für Jugendliche bieten viele Kreditinstituten spezielle Konten an, die abgesichert sind. Die wohl wichtigste Funktion solcher Konten ist, dass sie unter 18 nicht überzogen werden können. Somit muss man sich zumindest schon mal nicht sie Sorge machen, dass man plötzlich Schulden macht. Denn den Dispo eines Girokontos zu nutzen, dass kostet schon mal an die 19,5 % Zinsen.
Dennoch bleibt vor allem bei vielen Eltern die Angst, dass das Geld von den Jugendlichen einfach ausgegeben und verprasst wird. Man selbst hat keine Kontrolle und mit der Karte verliert auch der Kontoinhaber diese. Aber auch dagegen kann man sich schützen. So lassen sich viele Konten mit verschiedenen Sicherheitsmerkmalen belegen. So zum Beispiel einer absoluten Abhebungssperre oder man kann einen bestimmten Betrag festlegen, der maximal monatlich vom Konto abgezogen werden kann. Das schafft Sicherheit. Zu empfehlen ist es aber meistens nicht, dass Konto ganz für Abhebungen zu sperren. Den damit wäre der Sinn des Kontos außer kraft gesetzt. Höchstens für sehr junge Kontoinhaber ist dies Ratsam. Eine Beschränkung jedoch ist durchaus empfehlenswert und verschafft Eltern ein ruhiges gewissen. Es schützt zudem die Jugendlichen vor sich selbst. Evtl. sollte man auch darüber nachdenken, in wie weit man den bargeldlosen Zahlungsverkehr beschränken müsste. Denn mit einem Girokonto, auch für Jugendliche, können Überweisungen vorgenommen werden und auch Daueraufträge eingerichtet werden.
Weiterhin locken Girokonten für Jugendliche oft mit Guthabenzinsen. Das ist ebenfalls lukrativ, weil jeder Euro der darauf lagert sich vermehrt. Normalweise ist es äußerst unüblich Zinsen für Guthaben auf einem Girokonto Zinsen zu bekommen. Zwar sind diese mit zwischen 0,2 und 0,5 Prozent nicht sehr hoch, aber dennoch besser als nichts. Dennoch der Hinweis, dass nicht unnötig Geld auf dem Girokonto lagern sollte. Alles was derzeit nicht gebraucht wird, sollte auf ein Tagesgeldkonto wandern, wo es mit bis zu 4 % Zinsen deutlich besser verzinst wird als auf einem Girokonto. Tagesgeldkonten haben es an sich, dass man an
das Geld jederzeit wieder ran kann und somit auch keine längere Bindung eingeht. Jungendkonten lassen sich meist deutlich länger verwenden, als nur in jungen Jahren. Vielfach bis zum 27. Lebensjahr. Die Zeiten der Ausbildung oder eines Studiums sind generell abgesichert. Zwar gibt es schon vermehrt kostenlose Girokonten für Erwachsene, aber dennoch kann man von Zinsen und anderen Vorteilen so lange wie möglich profitieren. Eltern sollten die Kinder auch ein Girokonto verwenden lassen, wenn sie schon einer Eröffnung zustimmen. Früh die Kinder mit Geld umzugehen zu lernen, ist wichtig und sollte eigentlich ausführlichste in der Schule geleert werden, was leider in Deutschland nicht der Fall ist. Gut kann man sich selber in diesem Prozess einbringen, wenn man das Taschengeld der Kinder per Dauerauftrag auf das Konto überweist. Vor allem bei jungen Leuten ist dies wichtig, da es fast die einzige Möglichkeit ist, Geld auf das Konto zu bekommen. Geldgeschenke die gespart werden sollen, sollten sofort auf ein Tagesgeldkonto fließen oder in eine andere, lukrativere Anlagemöglichkeit. Auf dem Girokonto hat nur Geld etwas zu suchen, dass für verschiedene Sachen im laufe der Wochen ausgegeben wird. ![]()